The Works of Edgar Allan Poe — Volume 1

By Edgar Allan Poe

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deeds. Of the bruises upon the body
of Madame L'Espanaye I do not speak. Monsieur Dumas, and his worthy
coadjutor Monsieur Etienne, have pronounced that they were inflicted by
some obtuse instrument; and so far these gentlemen are very correct. The
obtuse instrument was clearly the stone pavement in the yard, upon which
the victim had fallen from the window which looked in upon the bed. This
idea, however simple it may now seem, escaped the police for the same
reason that the breadth of the shutters escaped them--because, by the
affair of the nails, their perceptions had been hermetically sealed
against the possibility of the windows having ever been opened at all.

"If now, in addition to all these things, you have properly reflected
upon the odd disorder of the chamber, we have gone so far as to combine
the ideas of an agility astounding, a strength superhuman, a ferocity
brutal, a butchery without motive, a _grotesquerie_ in horror absolutely
alien from humanity, and a voice foreign in tone to the ears of men
of many nations, and devoid of all distinct or intelligible
syllabification. What result, then, has ensued? What impression have I
made upon your fancy?"

I felt a creeping of the flesh as Dupin asked me the question. "A
madman," I said, "has done this deed--some raving maniac, escaped from a
neighboring _Maison de Santé._"

"In some respects," he replied, "your idea is not irrelevant. But the
voices of madmen, even in their wildest paroxysms, are never found to
tally with that peculiar voice heard upon the stairs. Madmen are of some
nation, and their language, however incoherent in its words, has always
the coherence of syllabification. Besides, the hair of a madman is not
such as I now hold in my hand. I disentangled this little tuft from the
rigidly clutched fingers of Madame L'Espanaye. Tell me what you can make
of it."

"Dupin!" I said, completely unnerved; "this hair is most unusual--this
is no _human_ hair."

"I have not asserted that it is," said he; "but, before we decide this
point, I wish you to glance at the little sketch I have here traced upon
this paper. It is a _fac-simile_ drawing of what has been described in
one portion of the testimony as 'dark bruises, and deep indentations
of finger nails,' upon the throat of Mademoiselle L'Espanaye, and in
another, (by Messrs. Dumas and Etienne,) as a 'series of livid spots,
evidently the impression of fingers.'

"You will perceive," continued my friend, spreading out the paper upon
the table before us, "that this drawing gives the idea of a firm
and fixed hold.

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Text Comparison with Ligeia und andere Novellen; Sieben Gedichte

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War sie in mein Arbeitszimmer gekommen, so bemerkte ich ihre Anwesenheit nicht eher, als bis ich den lieben Wohlklang ihrer sanften, süßen Stimme vernahm oder ihre marmorweiße Hand auf meiner Schulter fühlte.
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In der Nacht ihres Scheidens ließ sie mich nicht von ihrer Seite.
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Die unverhältnismäßig hohen Wände waren von der Decke bis zum Fußboden mit faltenreichem schwerem Goldstoff verhangen -- demselben Stoff, der als Fuß- und Ottomanenteppich, als Bettdecke und Baldachin sowie als prunkhafter Überhang der einen Teil des Fensters überschattenden Vorhänge Verwendung gefunden hatte.
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Es mochte gegen Mitternacht sein -- vielleicht etwas früher oder später, ich hatte der Zeit nicht geachtet --, als ein leiser, zarter, aber deutlich wahrnehmbarer Seufzer mich aus meinen Träumen aufschreckte.
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In jenem Zimmer also wurde ich geboren.
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Ich erinnere mich unter anderm gut der Abhandlung des edlen Italieners Coelius Secundus Curio »De Amplitudine Beati Regni Dei«, des großen Werkes des heiligen Augustinus »Die Stadt Gottes« und ferner des Tertullian »De Carne Christi«, in welchem der paradoxe Satz: »Mortuus est Dei filius; credibile est quia ineptum est; et sepultus resurrexit; certum est quia impossibile est«, mich zu tiefem, fruchtlosem Nachsinnen veranlaßte und viele Wochen lang meine Zeit gänzlich in Anspruch nahm.
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Aber solche Betrachtungen hingen mit meiner Idiosynkrasie nicht zusammen, sie waren ganz so, wie sie unter analogen Umständen weitaus die meisten Menschen würden angestellt haben.
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Kein Pfad führte dorthin, und um in unser seliges Heim zu gelangen, hätte man das Gezweig von vieltausend Waldbäumen gewaltsam durchbrechen und die Herrlichkeit von viel Millionen duftender Blumen zertreten müssen.
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Eine kleine Insel im heitern Schmuck vollerblühter Blumen und nur gerade groß genug, um ein malerisches kleines Bauwerk zu tragen, offenbar ein Wasservogelhaus, erhob sich im See, nicht weit von seinem nördlichen Ufer -- mit dem es durch eine unbegreiflich zierlich wirkende und doch ganz primitive Brücke verbunden war.
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Prächtige Pfade aus dem gleichen Material -- nicht zierlich ausgeführt, sondern von dem samtenen Grün unterbrochen, das in Abständen zwischen den Steinen hervorquoll, führten vom Hause hierhin und dorthin, zu einer kristallenen Quelle in fünf Schritt Entfernung, zu dem Weg oder ein paar Nebengebäuden, die hinter dem Bach nach Norden lagen und durch ein paar Akazien- und Trompetenbäume völlig verborgen wurden.
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Es könnte ein auf diesem Grundsatz aufgebautes Ziel geben -- ein mit den üblichen Mitteln des einzelnen unerreichbares Ziel, das aber, wenn es erreicht wird, dem Landschaftsgarten einen Reiz verleihen würde, der alles weit überträfe, was menschliche Sorgfalt hervorbringen könnte.
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Es mögen Stunden kommen, in denen ich das, was ich geleistet habe, der Sympathie poetischer Geister vorführen will.
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Der Gast wird gebeten, sich vertrauensvoll darauf zu verlassen, daß das Schicksal ihn behüten wird.
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GEDICHTE DER RABE Einst in dunkler Mittnachtstunde, als ich in entschwundner Kunde Wunderlicher Bücher forschte, bis mein Geist die Kraft verlor Und mir's trübe ward im Kopfe, kam mir's plötzlich vor, als klopfe Jemand zag ans Tor, als klopfe -- klopfe jemand sacht ans Tor.
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Wandte mich zurück ins Zimmer, und mein Herz erschrak noch schlimmer, Da ich wieder klopfen hörte, etwas lauter als zuvor.
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»Narr!« so schrie ich, »Gott bescherte dir durch Engel das begehrte Glück Vergessen: das entbehrte Ruhen, Ruhen vor Lenor! Trink, o trink das Glück: Vergessen der verlorenen Lenor!« Sprach der Rabe: »Nie du Tor.
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Weit stärker doch war unsre Liebe als die All derer, die älter als wir -- Und mancher, die weiser als wir -- Und die Engel in Höhen vermögen es nie Und die Teufel in Tiefen nie, Nie können sie trennen die Seelen von mir Und der schönen _Annabel Lee_.
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»Sie ist wärmer«, so sagte ich, »Als Diana: sie schwärmt durch ein Meer Von Seufzern -- ein Seufzermeer; Sie sah es: die Träne wich Von diesen Wangen nicht mehr, Und vorbei am Löwenbild strich Als Lenker zu Himmeln sie her, Als Leiter zu Lethe sie her; Trotz des Löwen getraute sie sich, Uns zu leuchten so hell und so hehr -- Durch sein Lager hindurch wagte sich Ihre Liebe, so licht und so hehr.
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-- Ich eilte her Zu meinem Heim -- mein Heim nicht mehr -- Denn was es je dazu gemacht, War fort; trat ich auch sanft und sacht Durch seine moosige Tür, es drang Vom Schwellenstein der Stimme Klang Von einer, die ich einst gekannt.
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Wir leiten alle riesenhaften Geister! In unumschränkter Macht beherrschen wir Mit unserm Schwung die Herzen aller Großen.