Ligeia und andere Novellen; Sieben Gedichte

By Edgar Allan Poe

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nicht. Sie trank den Wein ohne Zögern, und ich unterließ es, ihr
von der Erscheinung zu sprechen, die, wie ich mir nach reiflicher
Überlegung sagte, vielleicht nur eine Vorspiegelung meiner lebhaften
Einbildungskraft gewesen sein mochte, die durch die Äußerungen der
Leidenden, durch das Opium und durch die späte Nachtstunde krankhaft
erregt sein mußte.

Dennoch konnte ich mir nicht verhehlen, daß die Krankheit meiner Frau,
nachdem sie den Becher geleert hatte, eine rapide Wendung zum
Schlimmsten nahm. Und in der dritten Nacht darauf kleideten die
Dienerinnen Lady Rowena in das Leichengewand -- und in der vierten Nacht
saß ich allein bei ihrem Leichnam in dem seltsamen Gemach, in das sie
als meine Braut eingetreten war.

Wilde Visionen, eine Folge des Opiumgenusses, umschwebten mich wie
Schatten. Meine Blicke musterten unruhig die in den Ecken des Zimmers
aufgestellten Sarkophage, die veränderlichen Gestalten des Wandteppichs
und die züngelnden, buntfarbigen Flammen des Weihrauchbeckens mir zu
Häupten. Ich erinnerte mich der sonderbaren Erscheinungen jener Nacht,
in der über Rowenas Leben entschieden worden war, und blickte
unwillkürlich auf die vom Ampellicht bestrahlte Stelle des Teppichs, wo
ich damals den schwachen Schein eines Schattens bemerkt hatte. Es ließ
sich jedoch nichts mehr sehen, und ich wandte mich aufatmend ab und
heftete meine Blicke auf das bleiche und starre Antlitz der
Aufgebahrten. Da überfielen mich tausend liebe Erinnerungen an Ligeia,
und über mein Herz stürzte mit der Wucht eines Gießbaches das ganze
unsagbare Weh, mit dem ich sie im Leichentuch gesehen hatte. Die Stunden
gingen, und immer noch saß ich und starrte Rowena an, das Herz
geschwellt vom Gedenken an die eine Einzige, die himmlisch Geliebte.

Es mochte gegen Mitternacht sein -- vielleicht etwas früher oder später,
ich hatte der Zeit nicht geachtet --, als ein leiser, zarter, aber
deutlich wahrnehmbarer Seufzer mich aus meinen Träumen aufschreckte. Ich
fühlte, daß er vom Ebenholzbett her kam -- vom Totenbett. Ich lauschte
in angstvollem, abergläubischem Entsetzen -- aber der Laut wiederholte
sich nicht. Ich strengte meine Augen an, um irgendeine Bewegung des
entseelten Körpers wahrzunehmen -- nicht die mindeste Regung war zu
entdecken. Dennoch konnte ich mich nicht getäuscht haben. Ich hatte das
Geräusch, wie schwach es auch gewesen sein mochte, tatsächlich
vernommen, und meine Seele war erwacht und lauschte. Ich heftete meine
Augen durchdringend und mit aller Willenskonzentration auf den
Totenleib. Viele Minuten vergingen, ehe sich auch nur das geringste
ereignete, das Licht in dies Geheimnis bringen konnte. Endlich sah ich
ganz deutlich, daß ein leiser, ein ganz schwacher und kaum wahrnehmbarer
Hauch sowohl die Wangen wie auch die eingesunkenen feinen Adern der
Augenlider gerötet hatte. Ein namenloses Grausen, eine wahnsinnige
Furcht, für die es keine Worte gibt, ließ mich auf meinem Sitz

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Text Comparison with The Cask of Amontillado

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In this respect I did not differ from him materially: I was skillful in the Italian vintages myself, and bought largely whenever I could.
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" "My friend, no.
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" "And the motto?" "_Nemo me impune lacessit_.
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But I must first render you all the little attentions in my power.
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I reapproached the wall; I replied to the yells of him who clamoured.
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I grew impatient.