Cuentos Clásicos del Norte, Primera Serie

By Edgar Allan Poe

Page 65

corriente que se nos ha
enseñado falsamente a admirar en las clásicas obras del paganismo. "No
existe belleza exquisita," dice Bacon, Lord Verúlam, hablando con
sinceridad de las diferentes formas y caracteres de belleza, "sin algo
de extraordinario en sus proporciones." Así, aun cuando yo sabía que las
facciones de Ligeia no eran de regularidad clásica; aun cuando podía
percibir que su belleza era, en verdad, "exquisita," y sentía mucho de
"extraordinario" en ella, he procurado en vano descubrir en qué
consistía la irregularidad y determinar mi percepción de lo
"extraordinario." Examinaba el contorno de la alta y pálida frente: era
irreprochable; y ¡cuán fría me parece esta palabra aplicada a su divina
majestad! ¡La piel rivalizando con el marfil más puro, la requerida
amplitud y reposo, la encantadora prominencia cerca de las sienes; y
luego, las trenzas color plumaje de cuervo, sedosas, abundantes y
naturalmente rizadas, dignas del homérico epíteto de "jacintianas!"
Miraba las delicadas líneas de la nariz; y sólo en los graciosos
medallones hebreos he observado semejante perfección. Tenían la misma
frescura de superficie, idéntica tendencia aquilina apenas perceptible,
las mismas ventanillas de curva armoniosa que dicen de la elevación del
espíritu. Contemplaba la dulce boca. Allí se fijaba, en verdad, el
triunfo de todo lo divino: la soberbia curva del labio superior; la
suave y voluptuosa indolencia del inferior; los hoyuelos que regocijaban
y el color que hablaba; los dientes resplandeciendo detrás con
brillantez casi asombrosa y reflejando rayos de luz inmaculada en su
sonrisa serena y plácida, a la par que incomparablemente radiante y
embriagadora entre todas las sonrisas. Observaba la forma de la barba; y
encontraba también aquí la suave amplitud, la dulzura y majestad, la
redondez y espiritualidad de los griegos; y el contorno que el dios
Apolo reveló sólo en sueños a Cleomenes, el hijo del ateniense. Y en
seguida penetraba en los grandes ojos de Ligeia.

No había modelos de ojos en la remota antigüedad. Puede ser también que
en aquellos ojos de mi amada residiera el secreto a que alude Lord
Verúlam. Eran, según creo, mucho más grandes que los ojos ordinarios de
nuestra raza. Eran también más redondos que los más redondos entre los
ojos de gacela de la tribu de Nourjahad. Sin embargo, sólo a intervalos,
en momentos de intensa excitación, se notaba esta peculiaridad en
Ligeia. Y en aquellos momentos su belleza aparecía (quizá únicamente en
mi exaltada fantasía), como la hermosura de seres ultraterrenales, como
la hermosura fabulosa de las huríes de los turcos. Sus pupilas eran del
negro más luciente, y lejos, en contorno, se rizaban las larguísimas
pestañas de azabache. Las cejas, de dibujo

Last Page Next Page

Text Comparison with Ligeia und andere Novellen; Sieben Gedichte

Page 17
Das Erwachen aus diesem Zustand war in den meisten Fällen erschreckend jäh.
Page 19
Aber solche Betrachtungen hingen mit meiner Idiosynkrasie nicht zusammen, sie waren ganz so, wie sie unter analogen Umständen weitaus die meisten Menschen würden angestellt haben.
Page 21
Und so wurde es Abend -- und Nacht kam und verweilte und ging -- und wieder dämmerte der Tag -- und die Nebel einer zweiten Nacht sammelten sich rings -- und immer noch saß ich regungslos in jenem einsamen Zimmer -- und immer noch saß ich in Betrachtungen vergraben -- und immer noch übte das Gespenst der Zähne, das da mit lebhafter und gräßlicher Deutlichkeit im Wechsel von Licht und Schatten durchs Zimmer schwebte, seine schreckliche Gewalt.
Page 23
Morella aber floh jede Geselligkeit und schloß sich innig an mich an und machte mich glücklich -- denn Staunen und Träumen ist Glück.
Page 24
Und so wurden plötzlich Glück und Freude zu Entsetzen und namenlosem Abscheu, und Schönheit weckte Grauen, so wie einst aus dem Tale Hinnom das Gehenna geworden war.
Page 28
ELEONORA Sub conservatione formae specificae salva anima.
Page 30
Die Bäume, die nie vordem ein Blühen gekannt hatten, entfalteten seltsame, sternförmige, strahlende Blüten.
Page 32
Die dunklen Nächte füllte oft ein schwaches Flüstern, und einmal -- o, einmal nur! -- weckte mich aus einem todähnlichen Schlafe der Kuß geisterhafter Lippen, die meinen Mund berührten.
Page 34
Mir wenigstens erscheint die Anwesenheit nicht nur menschlicher, sondern überhaupt lebendiger Wesen jeder Art, außer den grünen Dingen, die aus dem Boden wachsen und keine Stimme haben, als Befleckung der Landschaft, als etwas, was der seelischen Harmonie des Bildes zuwiderläuft.
Page 37
er sie weiter und weiter an, und ich versank in Träumerei.
Page 38
Jedenfalls wäre ein Biwak im Freien, mit meinem Rucksack als Kissen und meinem Jagdhund als Wächter, so recht nach meinem Geschmack gewesen.
Page 46
Sogleich näherte sich eine Gestalt -- die eines jungen Weibes von ungefähr achtundzwanzig Jahren -- schlank und etwas über Mittelgröße.
Page 50
Es stellte sich heraus, daß selbst bei nur drei Prozent das Jahreseinkommen der Erbschaft nicht weniger als dreizehn Millionen fünfhunderttausend Dollar betrug, was eine Million einhundertundfünfundzwanzigtausend Dollar im Monat ausmachte; oder sechsunddreißigtausendneunhundertundsechsundachtzig am Tag; oder sechsundzwanzig Dollar für jede entfliehende Minute.
Page 52
Er erklärte das so: -- Angenommen, die ursprüngliche Absicht sei die irdische Unsterblichkeit des Menschen gewesen.
Page 54
Ein Künstler mit ganz außergewöhnlichen Geldmitteln könnte, trotz Beibehaltung der notwendigen Begriffe von Kunst oder Kultur oder, wie unser Autor sagt, von Selbstliebe, seine Pläne gleichzeitig so durch großzügige Anlage und neuartige Schönheit bereichern, daß man an die Einmischung von Feenhand glauben möchte.
Page 55
Ich bezweifle, daß ich dem Leser eine irgendwie klare Vorstellung der Wunder vermitteln kann, die mein Freund tatsächlich verrichtete.
Page 63
Und das war der Grund, daß vor Jahren und Jahr Eine Wolke Winde spie, Die frostig durchfuhren am Meeresstrand .
Page 65
»Sie ist wärmer«, so sagte ich, »Als Diana: sie schwärmt durch ein Meer Von Seufzern -- ein Seufzermeer; Sie sah es: die Träne wich Von diesen Wangen nicht mehr, Und vorbei am Löwenbild strich Als Lenker zu Himmeln sie her, Als Leiter zu Lethe sie her; Trotz des Löwen getraute sie sich, Uns zu leuchten so hell und so hehr -- Durch sein Lager hindurch wagte sich Ihre Liebe, so licht und so hehr.
Page 76
Nicht alle Macht ist hin -- nicht aller Ruhm -- Nicht aller Zauber unsres hohen Rufes -- Nicht all das Wunder, das uns rund umfaßt -- Nicht all Geheimnis, das in uns verborgen -- Nicht all Erinnern, das wie ein Gewand Uns rund umhängt und überall bedeckt Und das uns hüllt in mehr als Herrlichkeit!« DIE STADT IM MEER Weh! wunderliche einsame Stadt, Drin Tod seinen Thron errichtet hat, Tief unter des Westens düsterer Glut, Wo Sünde bei Güte, wo Schlecht bei Gut In letzter ewiger Ruhe ruht.
Page 78
77 Landors Landhaus 87 Der Herrschaftssitz Arnheim 107 GEDICHTE Der Rabe 133 Annabel Lee 138 Ulalume 140 Die Glocken 146 Tamerlan 151 Das Kolosseum 163 Die Stadt im Meer 165 DIESES BUCH WURDE IM AUFTRAGE DES PROPYLÄEN-VERLAGS IN BERLIN IN EINER EINMALIGEN AUFLAGE VON TAUSEND IN DER PRESSE NUMERIERTEN EXEMPLAREN IN DER BUCHDRUCKEREI OTTO ELSNER IN BERLIN GEDRUCKT EXEMPLAR Nr 933 Anmerkungen.